„Der Applaus ist das Brot des Künstlers“. Auch wenn diese Spruchweisheit bagatellisiert, dass auch Künstler zum Überleben auf Honorare angewiesen sind, drückt sie doch einen wichtigen Aspekt des kreativen Handwerks aus. Auch wenn das Texten für die Unternehmenskommunikation wenig künstlerisch erscheint, ist es doch eine kreative Leistung. Eine Langeisenwaage so zu präsentieren, dass die Leser einer Pressemitteilung oder eines Fachartikels mit Interesse oder sogar mit Begeisterung bei der Sache bleiben und im Anschluss den Namen des Anbieters diese wundersamen Produktes in Erinnerung behalten, bedarf in der Tat neben Verständnis für die technischen Details einiger kreativer Energie.
Mein Lohn für diese Leistung, die ich jeden Tag aufs Neue für Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen erbringe, ist in erster Linie natürlich das Honorar, das ich im Anschluss erhalte. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich eine Auftrag mit der Erstellung meiner Rechnung auch gedanklich abschließe, bin ich mit Herz und Verstand bei der Sache. Oftmals muss ich mir zuvor völlig fremde Themen binnen kürzester Zeit inhaltlich erarbeiten. Meine Aufgabe besteht darin, technische Details zu verstehen und in der Sprache der Zielgruppe in einen nachrichtenrelevanten Kontext zu setzen. Dabei verarbeite ich Kunden-Briefings, arbeite mich einmal durch umfangreiches Info-Material und muss ein anderes Mal Informationen mühsam selbst aus unterschiedlichsten Quellen zusammentragen. Im Ergebnis sollte ein Text immer den Eindruck vermitteln, von einem echten Insider geschrieben zu sein, dabei aber so formulieren, dass auch ein Laie oder jede andere angesprochene Zielgruppe ihn erfassen kann. Eine schnelle Auffassungsgabe und eine umfassende, von Neugier geprägte Allgemeinbildung sind hierfür ebenso erforderlich, wie eine große sprachliche Bandbreite und natürlich Kreativität.
Meine Arbeit erledige ich dabei immer fristgerecht und in enger Abstimmung mit meinen Kunden. Im Gegenzug ist die Basis einer wünschenswert langfristig erfolgreichen Zusammenarbeit die Einhaltung der Vereinbarungen auch seitens meiner Kunden, nicht zuletzt der vollständige und fristgerechte Ausgleich meiner berechtigten Forderungen.
Aus diesem Blickwinkel ist meine Arbeit Teil einer wirtschaftlichen Transaktion: Textdienstleistung gegen Honorar. Es gibt jedoch ein weiteres Element, das neben der rein pekuniären Entlohnung für mich von größter Bedeutung, auch wenn es nicht Bestandteil einer vertraglichen Vereinbarung ist: das Feedback.
Jeder Text, den ich im Kundenauftrag erstelle, ist das Ergebnis eines Prozesses, bestehend aus klar definierten Teilschritten. Kunden fragen eine Dienstleistung bei mir an. In einem ersten Gespräch klären wir Details wie das Thema, die Art des gewünschten Textes, seinen Umfang und die Zeit bis zur Fertigstellung. Aus diesen grundlegenden Rahmenbedingungen erstelle ich ein Angebot. Wir dieses vom Kunden akzeptiert, beginne ich umgehend mit meiner Arbeit. Diese besteht aus inhaltlichen Briefings, Interviews, Auswertung übersandter Info-Materialien, Recherche und natürlich der eigentlichen Texterstellung. Der Versand des ersten Textentwurfs schließt diese Phase ab. Ab dann heißt es für mich abwarten. In den kommenden Tagen wird der Text von meinem Kunden geprüft. Manchmal bedeutet dies lediglich, dass er von meinem Ansprechpartner gelesen wird. Oftmals laufen hier aber wiederum interne Prozesse ab, auf die ich verständlicherweise keinen Einfluss habe: Verschiedene Abteilungen werden in die Bewertung eingeschlossen und prüfen im Text beschriebene technische oder sachliche Details, Inhalte und Formulierungen. Oftmals werden in Texten Projekte beschrieben, an denen weitere Personen oder Unternehmen beteiligt sind, die ihrerseits das Recht beanspruchen, einen Text zu prüfen und zu genehmigen. Treten im Rahmen dieses kundenseitigen Ablaufs Fragen oder konkrete Änderungswünsche auf, werden mir diese meist spätestens nach einigen Tagen übermittelt. In diesen Fällen überarbeite ich den Text entsprechend und schicke die korrigierte Version erneut an meine Ansprechpartner. Der beschriebene Prozess wiederholt sich so lange, bis eine finale Textfassung vorliegt, die den Vorstellungen und Anforderungen des Kunden entspricht.
Damit ist der Auftrag prinzipiell abgeschlossen. Wie ich dies erfahre, ist jedoch sehr unterschiedlich. Manchmal passiert einfach so lange gar nichts, dass ich stillschweigend davon ausgehe, dass der Kunde zufrieden ist und mit freundlichen Worten meine Rechnung übersende. Wird diese anstandslos bezahlt, bestätigt dies für mich die Annahme, einen guten Job gemacht zu haben. Das Brot habe ich damit erhalten, der Applaus jedoch bleibt aus.
Dankenswerterweise läuft es bei der Mehrheit meiner Kunden, insbesondere jenen, mit denen ich über längere Zeit wiederholt zusammenarbeiten darf, anders ab. Von ihnen erhalte ich Feedback, das die Qualität meiner Arbeit würdigt. Wie dieses Feedback ausfallen kann, demonstrieren einige Aussagen von Kunden auf meiner Referenzen-Seite.
Feedback darf natürlich auch kritisch sein. Auch ich mache Fehler und treffe nicht immer den Ton, den sich der Kunde wünscht. Sowohl inhaltlich als auch stilistisch kann ich mich aber nur verbessern, wenn ich dieses Feedback erhalte.
Deshalb meine Bitte: Auch wenn Schweigen Zustimmung signalisieren mag, Ihr Feedback ist für mich ein wichtiger Teil meiner Entlohnung für meine Leistung, also nehmen Sie sich bitte die Zeit für ein paar wenige Sätze der Bewertung, ob Lob oder Kritik, sie tragen dazu bei, meine Arbeit auch in Ihrem Interesse kontinuierlich zu verbessern.